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13.2.2008 von Albert Blog.
Jahrelang wurde den CEOs und CIOs eingetrichtert, dass sie nur mit dem Nachfolger der Management-Informationssysteme – Business Intelligence – noch in der Lage wären, den Überblick im Unternehmen zu behalten. Nun stellt sich heraus, nachdem in gerade mal der Hälfte der Unternehmen diese modernen Werkzeuge des Berichtswesens eingesetzt werden, dass zu viele Analysen und Reports beziehungsweise Berichte damit produziert werden. 10.000 Reports und hunderte OLAP-Würfel sind in Großunternehmen keine Seltenheit mehr. Die erhoffte Transparenz für die Unternehmenslenker droht erneut verloren zu gehen.
»A fool with a tool is still a fool«. Nun kann man die Wissensarbeiter, die die BI-Tools einsetzen, beileibe nicht als Fools bezeichnen; aber sie dürften einem ähnlichen (Denk)Phänomen gegenüberstehen – wenn auch auf deutlich höherem Niveau. Nicht allein der hemmungslose Einsatz von Business Intelligence und Corporate Performance Management im Unternehmen bringt neue Erkenntnisse. Es ist notwendig, eine gründliche Analyse im Vorfeld durchzuführen, wozu man diese Werkzeuge einsetzen will, welche Reports mit welchen Inhalten für wen an welcher Position sinnvoll und welche Kennzahlen und Daten berichtenswert sind.
Aus Daten werden Informationen und aus denen wiederum wird Wissen. Hat man sich früher über zu viele geordnete wie ungeordnete Daten beschwert, aus denen nur schwer Informationen zu extrahieren waren, so ist heute der Zugang zu Wissen – der Veredelung von Information in aufbereiteter Form – nicht mehr das eigentliche Problem. Die Schwierigkeit besteht darin, aus dem Meer an Wissen, das um uns herumschwappt, das »richtige« Wissen herauszufischen, dieses zu filetieren und gleichermaßen wertsteigernd für die eigene Arbeit als auch für den Arbeit- oder Auftraggeber einzusetzen. Wir müssen alle nochmal Schwimmen lernen, um nicht im eigenen Wissen zu ertrinken.
Herzlichst, Ihr, Albert F. Abmeier
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