Kann es sie geben – die richtige IT-Strategie? Nein, natürlich nicht. Dazu sind die Anforderungen, die die Unternehmensspitze an die IT stellt, einfach zu unterschiedlich, allein schon, weil jede Branche andere, ganz spezifische Rahmenbedingungen vorgibt. Aber selbst wenn man den kleinsten gemeinsamen Nenner ansetzen würde, kämen innerhalb eines Industriezweigs für jedes Unternehmen individuelle Antworten zustande.
Aber es gibt übergreifende Themen, die so, mehr oder weniger, für alle Unternehmen oder Institutionen Gültigkeit haben. Beispiel: Wenn man sich für eine, perfekt auf seine Organisation passende IT-Strategie entschieden hat, so gilt es den Schritt von der Planung zur Umsetzung zu gehen – und hier scheitern noch zu viele strategische IT-Projekte. Gründe? Die Fachbereiche werden zwar in der Regel noch bei der Formulierung der Strategieprojekte mit eingebunden, bei der Ausführung läuft diese aber häufig an ihnen vorbei: Mangelnde Kommunikation. Ein weiterer Grund, warum viele Unternehmen zwar IT-Strategien formulieren, aber letztlich nicht umsetzen, sind fehlende Governance-Strukturen und festgelegte Entscheidungsbefugnisse. Wie Sie es besser machen können, lesen Sie in unserem Schwerpunkt IT-Strategie.
Die Kosten, die in der IT durch die komplexen, schwer wartbaren, fehleranfälligen und kaum erweiterbaren (Software-)Systemlandschaften entstehen, sind ein weiteres Thema. Häufig ist die fehlende Berücksichtigung der Komplexitätsfolgekosten im Business Case für die Umsetzung von Business Features die Ursache. Hier hilft ein neuer Ansatz: die TCF-Ermittlung. Die Total Cost of Feature ergibt sich aus den Erstellungskosten plus den laufenden Kosten plus den Komplexitätsfolgekosten. Komplexitätsfolgekosten sind Ihnen unbekannt? Erfahren Sie dazu mehr in unserem Schwerpunkt.
Das grüne Rechenzentrum ist zurzeit ganz hipp. An allen Ecken und Enden sprießen neue Konzepte und Lösungsvorschläge aus dem doppelwandigen RZ-Boden. Von Server- und Speicherkonsolidierung, über 2, 4 oder 16 Kernen pro Prozessor mit optimiertem Powermanagement bis zur Virtualisierung und verbessertem Klimamanagement reicht die Palette. Alles soll zur Reduzierung des Stromverbrauchs beitragen. Dennoch gibt es Prognosen von Analystenhäusern, die den Stromkosten eines typischen Rechenzentrums im Jahr 2011 um 60 Prozent höher sehen als heute. Der Leistungshunger, die überbordenden Datenmengen und die Strompreise wachsen einfach schneller als die Einsparbemühungen. Das sollten die IT-Verantwortlichen in ihren Forecasts berücksichtigen, und sich nicht durch kurzfristige Einsparpotenziale, die die Green-IT-Bewegung verheißt, täuschen lassen. Auch eine Form der richtigen Strategie. Herzlichst, Ihr
Albert Absmeier
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